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Berufsbild (Deutschland) — Sporttherapeut/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 14706, KldB 2010: B 81783 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/14706
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Sporttherapeuten und Sporttherapeutinnen unterstützen und motivieren Patienten und Patientinnen dabei, Vertrauen in die eigenen Kräfte und körperlichen Fähigkeiten wiederzuerlangen und Selbstständigkeit im Alltag und Beruf zu erreichen. Sie führen Behandlungsprogramme wie Konditionstrainings, Rückenschulen, Walking oder Tai-Chi durch und passen diese individuell an die Bedürfnisse ihrer Patienten und Patientinnen an. Zudem wenden sie sportmedizinische Testverfahren an, beraten in Ernährungsfragen und fördern ein gesundheitsbewusstes Verhalten. Auch Verwaltungsaufgaben, die Dokumentation von Therapieverläufen und -ergebnissen und Änderungen im Sport- und Ernährungsplan gehören zu ihren Aufgaben. In der wissenschaftlichen Forschung entwickeln sie neue sporttherapeutische Konzepte und veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse. Eigenständige wissenschaftliche Tätigkeiten erfordern i.d.R. ein abgeschlossenes Masterstudium und ggf. eine Erlangung des Doktorgrades, je nach fachlicher Ausrichtung mit entsprechendem Zusatz, z.B. Dr. phil. (Geisteswissenschaften); befähigt zur eigenständigen Forschung an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen; Voraussetzung ist i.d.R. ein Hochschulabschluss, z.B. Master oder Staatsexamen; Promotionsverfahren umfassen eine Doktorarbeit (auch: Dissertation) und eine mündliche Prüfung; Promotionsrecht steht i.d.R. den Universitäten und gleichgestellten Hochschulen zu, Promotionsordnungen der einzelnen Hochschulen regeln das Promotionsverfahren " name="Promotion">Promotion.
Tätigkeitsbezeichnungen
Sporttherapeut/in
Berufsbezeichnung in englischer SpracheSports therapist (m/f)
Berufsbezeichnungen in französischer SpracheThérapeute (m/f) du sport
Thérapeute sportif/Thérapeute sportive
Die Tätigkeit im Überblick
Sporttherapeuten und Sporttherapeutinnen behandeln und fördern Patienten mit physischen, psychischen und psychosozialen Beeinträchtigungen mithilfe von sportlichen Trainingsprogrammen.
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Sporttherapeuten und -therapeutinnen setzen sportliche Trainingsprogramme ein, um Patienten mit physischen, psychischen und psychosozialen Beeinträchtigungen zu behandeln und fördern. Im Mittelpunkt steht der PatientPatienten, die von Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit oder von Pflegebedürftigkeit bedroht oder betroffen sind, können mithilfe der Sporttherapie lernen, in Alltag und Beruf wieder selbstständiger zu werden. Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationstraining sind dabei die Mittel, die Sporttherapeuten und -therapeutinnen in erster Linie zur Verfügung stehen. Mit großem Einfühlungsvermögen motivieren sie die Patienten, ihrem Körper und damit sich selbst wieder mehr zuzutrauen. Individuell abgestimmte BehandlungsprogrammeZunächst erstellen Sporttherapeuten und -therapeutinnen individuell auf die Patienten abgestimmte Behandlungsprogramme. Zu den möglichen therapeutischen Maßnahmen gehören Herz-Kreislauf- und Koordinationstraining auf dem Laufband- oder FahrradMedizin: Gerät, mit dem die Arbeitsleistung von Muskeln gemessen werden kann " name="Ergometer">ergometer, Rückenschule, Bewegungsbad im Thermalwasser, therapeutisches Rückenschwimmen, Walking oder Tai-Chi. In Rollstuhl-Trainingsgruppen setzen die Therapeuten bzw. Therapeutinnen beispielsweise Fahrtraining, Tischtennis, Bogenschießen oder Basketball ein. Ziel des Gruppentrainings ist es, die gesamte Persönlichkeit der Patienten zu fördern. Außerdem führen Sporttherapeuten und -therapeutinnen sportmedizinische Testverfahren durch. Dabei arbeiten sie beispielsweise mit Geräten, die Funktionsstörungen an Muskeln und Gelenken bereits aufspüren, bevor sich die Störungen nachteilig bemerkbar machen. Liegt eine arterielle Verschlusskrankheit vor, messen sie am Laufband die Gehstrecken, die Patienten zurücklegen können. Beim Absolvieren von Gefäßtraining ist die Verlaufsdokumentation des Laufbandergometers ebenfalls hilfreich. Gesundheitsförderung für alleIn den Tätigkeitsbereich von Sporttherapeuten und -therapeutinnen fallen auch die Beratung in Ernährungsfragen sowie die allgemeine Gesundheitsförderung. Hier geht es darum, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu verbessern bzw. zu erhalten. Sporttherapeuten und -therapeutinnen setzen dafür Geräte zur Stärkung der Muskulatur, aber auch Methoden wie Selbstentspannungsmethode, die auf Autosuggestion und Selbsthypnose basiert und von J.H. Schultz entwickelt wurde " name="Autogenes Training">autogenes Training, Bürstenmassage, Kneip
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Analyse und Konzeptionsportmedizinische Tests durchführen, z.B. Funktionsstörungen an Muskeln und Gelenken mittels isokinetischer Geräte erkennen
Zustand des Patienten analysieren, sporttherapeutische Therapieziele vereinbaren
sporttherapeutische Übungs- und Behandlungsprogramme erstellen, z.B. Herz-Kreislauf-Training, Rückenschule
Therapie und Beratungsporttherapeutische Behandlungs- und Trainingsprogramme mit Einzelpersonen oder Gruppen durchführen
mit Sport und Bewegung physische, psychische und psychosoziale Beeinträchtigungen vermindern bzw. Schäden und Risikofaktoren vorbeugen durch gezieltes Training Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit der Patienten verbessern
koordinative und motorische Fähigkeiten der Patienten schulen
Sporttraining für Menschen mit Behinderungen durchführen, z.B. für Rollstuhlgruppen
Ernährungspläne erstellen und Patienten bei der Umsetzung unterstützen
Forschung und Lehretheoretische und praktische Fachkenntnisse erarbeiten und vermitteln, Lehrveranstaltungen abhalten
neue sporttherapeutische Konzepte entwickeln, z.B. zur Gesundheitsförderung
Studierende der Sporttherapie unterrichten, Prüfungen abnehmen
an der Erstellung von Fachpublikationen mitwirken
Arbeitsbereiche/Branchen
Sporttherapeuten und Sporttherapeutinnen finden Beschäftigung in Rehabilitations- und Kurkliniken
in Krankenhäusern
in Facharztpraxen für Sportmedizin sowie Reha- und Therapiezentren
in Gesundheitszentren
bei Sportverbänden
in Kurhotels