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2026-08-14 19:09:44 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Pyrotechniker/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 14512, KldB 2010: B 94582 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/14512

Steckbrief

Berufstyp Aus- bzw. Weiterbildungsberuf Ausbildungsart Schulische Aus- bzw. Weiterbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt) Ausbildungsdauer Ca. 6 Tage (Vollzeit) Lernorte Bildungseinrichtung Was macht man in diesem Beruf?Pyrotechniker/innen planen und organisieren Feuerwerke und pyrotechnische Effekte aller Art. Dabei berücksichtigen sie den Anlass, die Art der Veranstaltung und die örtlichen Gegebenheiten. Sie arbeiten den Programmablauf sowie einen detaillierten Abbrennplan aus und holen die behördliche Genehmigung ein. Dann besorgen sie z.B. Raketen, Fontänen, Blitz-, Kugel- oder Zylinderbomben und transportieren sie sicher zum Abbrennplatz. Dort bauen sie Abschussgeräte wie Mörser, Bombenkästen oder Holzgestelle auf, verlegen Zündkabel und schließen die meist elektronischen Zündanlagen an. Schließlich starten und überwachen sie das Abbrennen des Feuerwerks. Mit Bühnenfeuerwerken erzeugen Pyrotechniker/innen Spezialeffekte bei Theater-, Film- und Fernsehaufnahmen. Hierfür sprechen sie alle Details mit Regisseuren und Regisseurinnen, Bühnenbildnern und Bühnenbildnerinnen, Filmausstattern und Filmausstatterinnen, Kameraleuten, Stuntteams und Darstelle

Die Ausbildung im Überblick

Pyrotechniker/in ist eine Aus- bzw. Weiterbildung, die durch das Sprengstoffgesetz sowie die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit ca. 6 Tage. Die Aus- bzw. Weiterbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, z.B. als Großfeuerwerker/in, Filmpyrotechniker/in, Bühnenfeuerwerker/in oder im Bereich Spezialeffekte.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

Abschlussbezeichnungen (je nach Befähigungsschein)Bühnenfeuerwerker/Bühnenfeuerwerkerin

Bühnenpyrotechniker/Bühnenpyrotechnikerin

Filmpyrotechniker/Filmpyrotechnikerin

Großfeuerwerker/Großfeuerwerkerin

Die Fachkundezeugnisse, mit denen die Teilnahme an den entsprechenden Lehrgängen bestätigt wird, bezeichnen meist den Lehrgang. Die Abschlussbezeichnungen sind nicht offiziell. Grundlehrgänge können zum Beispiel sein: Herstellen von pyrotechnischen Sätzen und Gegenständen

Umgang mit Airbag- und Gurtstraffereinheiten

Umgang mit Böllerpulver (Schwarzpulver) zum Böllerschießen

Umgang mit Treibladungspulver zum Einsatz in Vorderladerwaffen sowie für das Laden und Wiederladen von Patronenhülsen

Sonderlehrgänge können zum Beispiel sein: Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen in Film- oder Fernsehproduktionsstätten

Ausbildung im Ausland

Für eine Aus- bzw. Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeiten: Österreich Aus- bzw. Weiterbildungsangebote: AMS Ausbildungskompass

Aus- bzw. Weiterbildungsangebote: WIFI Österreich

Schweiz Aus- bzw. Weiterbildungsangebote: wab - Die Weiterbildungsdatenbank der Schweiz

Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Ausbildungsabschnitte und Lernaufenthalte zu dokumentieren. Weitere Informationen zum Europass

Ausbildungsinhalte

Während der theoretischen Aus- bzw. Weiterbildung erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:Einführung in das Sachgebiet, geschichtliche Entwicklung der Pyrotechnik, Begriffe in der Pyrotechnik

Rechtsvorschriften für den Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen

Aufbau und Wirkungsweise von pyrotechnischen Gegenständen, Sätzen und Anzündmitteln

Hilfsmittel und Geräte zum Abbrennen von Großfeuerwerken (Abschussgestelle, Rohre)

Projektieren von Feuerwerken (Abbrennplatz, Absperrung)

Besprechung von Unfällen

Praktischer AbschnittIm praktischen Abschnitt lernen die angehenden Pyrotechniker/innen z.B., wie man ein Großfeuerwerk plant und selbst abbrennt.

Lernorte

Pyrotechniker/innen werden in schulischer Form ausgebildet. Lernorte sind Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung

Übungsplätze

bei Inhouse-Seminaren: Räume der jeweiligen Beschäftigungsbetriebe

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen: Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeit Unterricht an mindestens vier Wochentagen

Lernform i.d.R. Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Pyrotechnikern und Pyrotechnikerinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu Hause

Praktische Übungen/Praktikum:Praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. bei der Durchführung von Feuerwerken auf Übungsplätzen

Anforderungen: Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Lagern und Transportieren von Feuerwerkskörpern, beim vorschriftsmäßigen Umgang mit explosiven Stoffen)

Umsicht (z.B. bei der Durchführung eines Feuerwerks)

Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen der Choreografien von Großfeuerwerken)

Handwerkliches Geschick (z.B. beim Aufbauen und Bedienen von Abschussgeräten, beim Verlegen von Zündkabeln und Anschließen von Zündanlagen)